Wie lässt sich eine Nachricht so gestalten, dass nur der gewünschte Empfänger sie lesen kann? Und wie kann man eine solcherart geschützte Nachricht vielleicht doch entschlüsseln? Das sind Fragen, die Schüler und Lehrer schon immer beschäftigt haben - die einen, wenn sie ein Briefchen weiterreichen lassen möchten, die anderen, wenn sie es konfisziert haben.

24 Tage, 24 Krypto-Rätsel

Das Adventsrätsel möchte Schülerinnen und Schüler an die Kryptologie heranführen. Jeden Tag vom 1. bis 24. Dezember öffnet sich ein Türchen des Online-Kalenders, hinter dem sich ein Krypto-Rätsel verbirgt. Bei der Lösung werden die Schülerinnen und Schüler von dem Agenten Krypto, der Agentin Kryptina und deren Chef begleitet. Allerdings wird die Arbeit der Agenten immer wieder von drei Spionen sabotiert. In kurzen Erklärvideos werden verschiedene Ver­schlüsselungs­verfahren wie z. B. die Bilderverschlüsselung, B-Sprache, Skytale oder Cäsar-Verschlüsselung erläutert. Die Videos laden zum Mitmachen ein und helfen beim Lösen der Rätsel.

Wer kann mitmachen?

Bei Krypto im Advent können Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 6 (Einsteiger) und 6 bis 9 (Fortgeschrittene) teil­neh­men. Den Siegern winken zahlreiche Sachpreise. Auch ältere, an Ver- und Ent­schlüsselungsverfahren Interessierte sind herzlich eingeladen mit­zu­machen - allerdings außer Konkurrenz.

Die Rätsel und Videos entwickelten Dr. Thomas Borys und sein Team von der PH Karlsruhe. Der Wettbewerb wird von der KA-IT-Si ausgerichtet.

Im Jahr 2015 haben über 1.100 Interessierte am Adventsrätsel teil­ge­nommen. Im Advent 2016 konnten wir über 2.375 Teilnehmer begeistern.

 

Spätestens seit die NSA das Handy der Kanzlerin erfolgreich abgehört hat, ist das Thema Datensicherheit in aller Munde. Aber was passiert in den Schulen? Leider gab es bisher zum Thema Ver- und Entschlüsseln geheimer Bot­schaften keine Lehr- und Lernmaterialien. Diese Lücke schließt die KryptoBox, die am Institut für Mathematik und Informatik der Pä­da­go­gischen Hochschule Karlsruhe entwickelt wurde.

Was beinhaltet die Box?

In der Box befinden sich 15 direkt im Unterricht oder in außerschulischen Lernorten einsetzbare Übungen zum Thema "Kryptologie". Mit diesen Materialen werden abstrakte Verfahren zum Chiffrieren und Dechiffrieren von Nachrichten endlich händisch erfahrbar. Sie sind so gestaltet, dass sie ohne inhaltliche Vorbereitung direkt verwendet werden können.

Für wen ist die KryptoBox?

Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 10. Die Auf­gabenstellungen haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und können altersgemäß ausgewählt werden.

Die KryptoBox wurde offiziell am 1. Juli 2015 beim PH-Fest der PH Karlsruhe von Dr. Thomas Borys, Initiator der KryptoBox, und Dirk Fox vorgestellt und kann ab sofort bei der Didaktischen Werkstatt der Pädagogischen Hoch­schule in Karlsruhe ausgeliehen werden.

Kryptographie hat Kriege entschieden, Atomraketen im Kalten Krieg gesichert und ermöglicht heutzutage Geschäfte in einer digitalen Welt. Viele kryptographische Methoden erscheinen dennoch kompliziert und schwer greifbar. Das Kryptologikum setzt genau an diesem Punkt an und will einem breiten Publikum spielerisch kryptographische Prinzipien vermitteln. Im Rahmen dieser Ausstellung werden die Ideen und Konzepte der Kryptographie sichtbar, erfahrbar und greifbar gemacht.

Die Eröffnung

Das vom Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie KASTEL am KIT initiierte Kryptologikum war zum ersten Mal vom 01. bis 03. Februar 2013 im ZKM | Karlsruhe zu Gast. Am Abend zuvor lösten die erste Bürgermeisterin Margret Mergen und Prof. Jörn Müller-Quade, Initiator der Ausstellung, im Rahmen der Eröffnungsfeier der KA-IT-Si, das rote Band und eröffneten feierlich die Ausstellung. Während der dreitägigen Ausstellung wurde das Kryptologikum von über 1.500 Interessierten besucht.

Die Ausstellung

Die Kryptologikum umfasst Mit-Mach-Stationen, bei denen die Besucher aufgefordert werden, kryptografische Verfahren auszuprobieren und so die dahinter liegenden Prinzipien zu verstehen. Gezeigt werden auch historische Verschlüsselungsmaschinen, unter anderem eine Enigma aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Mit historischen Verfahren und den Möglichkeiten moderner Kryptographie regt die Ausstellung zum Dialog über die heutige IT-Sicherheit an.

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